Die absoluten Oberklasse in Bezug auf Technik und Qualität

Die ursprüngliche 911er-Serie von Porsche stand viele Jahre stellvertretend für Leistung, Geschwindigkeit, Formvollendung und Qualität. Dennoch war es Ende 1980 an der Zeit mit dem Modell 964 einen neuen 911er auf dem Markt vorzustellen. Zu groß war das Aufholpotenzial eines Konkurrenten aus Untertürkheim, so dass die einstige Porsche-Ikone so langsam technologisch ins Hintertreffen abdriftete. Passend zum 25. Jubiläum des Porsches 911 wurde 1988 der Nachfolger 964 vorgestellt, den es zunächst nur als Carrera 4 mit Allradantrieb gab. Optisch unterscheiden sich beide Modelle nur wenig voneinander. Das Wesentliche steckt unter der Haube. Im Vergleich zum Vorgänger-G-Modell wurden mehr als 80 % der Teile komplett neu entwickelt. Zu den Highlights gehören der neue 3,6-Liter-Motor mit Doppelzündung, die McPherson-Federbeine sowie die Schraubenfeder-/Dämpfereinheiten. Neben dem Allrad-Coupé wird der Wagen auch als Targa- und Cabriolet-Variante angeboten.

Die heutigen Nachfolger, wie zum Beispiel der Porsche 996, unterscheiden sich optisch deutlich vom legendären Design der 911er. Vielfach werden die neuen Modelle als weichgespülte Lenor-Porsche bezeichnet, wie das Magazin Autobild den 996 im Jahr 1998 titulierte. Aber auch schon 1988 haben die Porsche-Entwickler mit dem 964 gezeigt, dass sie dem Mercedes SL sehr gut Paroli bieten können. Allein der 250 PS starke 3,6-Liter-Sechszylinder hat richtig Power unter der Haube und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von rund 260 km/h und dies trotz Allradantrieb und höherem Eigengewicht. Von 0 auf 100 km/h kommt der 964 in nur 5,7 Sekunden. Der 911er Vorgänger besaß zuletzt einen 3,2-Liter-Motor mit 217 PS, wobei der geregelte Katalysator viel Leistung schluckte. So kam dieser Bolide nur auf 240 km/h und brauchte von 0 auf 100 km/h rund 6,3 Sekunden.

Kleine technische Gimmicks sorgen für zusätzliche Leistung und mehr Aufmerksamkeit

Um bei hohen Geschwindigkeiten ein wesentlich stabileres Fahrverhalten zu gewährleisten und die auf den Wagen einwirkenden Auftriebs- und Abtriebskräfte optimal zu kompensieren, besitzt der Porsche 964 einen integrierten Heckspoiler, der ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h automatisch ausfährt.

Heckspoiler ausgefahren
Heckspoiler eingefahren

Zur Erreichung eines noch besseren Cw-Wertes und einem geringeren Kraftstoffverbrauch ist der Unterboden komplett verkleidet. Entgegen dem Vorgängermodell, welcher als lautstarker und brettharter 911er bekannt war, wurde mit dem 964 großen Wert auf mehr Fahrkomfort gelegt. Die wichtigsten Neuerungen bestanden aus einer serienmäßigen Servolenkung, ein überarbeitetes Fahrwerk mit negativem Lenkrollradius vorne und einem Anti-Blockiersystem. Somit konnten auch ungeübte Fahrer noch sicherer mit dem Sportwagen unterwegs sein. Optional war auch eine Klimaanlage erhältlich.

Airbag und Automatikgetriebe für den Porsche 964

Anfang Februar 1990 war der Porsche 964 als Linkslenker nun auch mit serienmäßigem Fahrer- und Beifahrer-Airbag erhältlich. All diejenigen, die diesen 120.000 DM teuren Wagen nicht mit einer Handschaltung wünschten, erhielten den Porsche 964 mit der bewährten Tiptronic-Automatik. Interessant ist, dass neben dem vollautomatischen Gangwechseln auch eine manuelle Gangwahl erhalten blieb. So kann der Fahrer entscheiden, ob er seinen Porsche rein automatisch oder zwischendurch auch per Schaltgetriebe fahren möchte. Dies stellt für einen eingefleischten Porsche-Fahrer jedoch keinen Kompromiss dar. Diese setzen in aller Regel auf eine kraftvollen Durchzug, einen schnellen Vortrieb und absolute Höchstgeschwindigkeit, welches am besten mit dem manuellen Fünfganggetriebe möglich wird. Das Automatikgetriebe braucht von 0 auf 100 km/h ganze 6,6 Sekunden, also noch länger als der 911er Vorgänger mit 217 PS Motor.

Der Turbo vom 964er Porsche als Cabrio

Der Porsche 964 wurde in nur sehr geringen Stückzahlen als Cabrio mit Turbovariante angeboten. Dennoch war das Design so beliebt, dass einige hundert Cabrios auch ohne diesen Hochleistungsmotor, aber im selben Werks-Turbo-Look ausgeliefert wurden. Trotz fehlender Leistung und dem markanten riesigen Heckspoiler war die bauchige Kotflügelform bei vielen Fans sehr beliebt. Auch heute noch sind diese Modelle begehrte Sammlerstücke.

Wichtige Hinweise als Kaufberatung eines gebrauchten Porsche 964

Wer sich heute für einen gebrauchten Porsche 964 interessiert, sollte bedenken, dass es hierbei immer ein gewisses Risiko gibt. Jede Reparatur eines 911er Modells ist in der Regel sehr kostspielig. Sehr selten sind die scheckheftgepflegten und in einem Topzustand befindlichen Gebrauchten mit belegbarer Historie und möglichst wenigen Vorbesitzern. Mit diesen Boliden kann man auch in den nächsten Jahren noch sicher durch die Landschaft fegen. Es gibt aber auch viele ungepflegte Exemplare oder Modelle mit vielen Vorbesitzern. Nicht immer ist auch die Laufleistung für die Qualität eines Porsches ausschlaggebend. Mitunter kann ein 964er mit mehr als 200.000 km Laufleistung aus erster Hand die bessere Wahl sein, als ein Fahrzeug mit 100.000 km auf dem Tacho, das jedoch kaum gewartet wurde. Es gibt einige Punkte, auf die beim Kauf eingegangen werden sollte.

Manufaktur 964 hat sich auf die professionelle Restauration und Vermarktung des beliebten Porsche 964 spezialisiert.

Dabei werden in erster Linie die reparaturbedürftigen Modelle der Kategorie 2 bevorzugt, die mit hoher Perfektion wieder instandgesetzt werden. Natürlich werden in der Not auch Fahrzeuge der Kategorie 3 angekauft, jedoch ist der Restaurationsaufwand hier um eine vielfaches höher. Nicht nur Restaurationen gehören zum Betätigungsfeld, sondern auch Modifizierungen und Fahrzeugaufwertungen. Dabei wird großer Wert auf die Verwendung von Original-Porsche-Teilen gelegt.

Wer sich für einen gebrauchten Porsche 964 interessiert, braucht sich in Bezug auf den km-Stand keine Gedanken zu machen. Die Motoren dieser Serie halten ewig und sollten daher keinen Ausschlussgrund für einen Kauf bilden. Bei Manufaktur 964 werden natürlich alle altersbedingten und laufleistungsbedingten Schäden zuverlässig und präventiv behoben.

Verschiedene Schritte führen zum Erfolg

Bei der Anlieferung eines 964er-Boliden wird zunächst mit der Prüfung des Eingangszustandes begonnen. Nach einer gründlichen Innen- und Außenreinigung erfolgt eine sorgfältige Sichtkontrolle. Dabei werden auch alle Funktionsteile auf Herz und Nieren überprüft. Mittels einer ersten Probefahrt können schon die ersten Schwachstellen schnell analysiert werden. Im zweiten Schritt werden alle Verkleidungen entfernt, gereinigt und eingelagert. Sämtliche Betriebsflüssigkeiten werden abgelassen. Anschließend wird die Karosserie mit einer Trockeneisbestrahlung gereinigt. Dabei handelt es sich um ein Druckluftverfahren, bei dem Kohlendioxid als Trockeneis mit einer Temperatur bis minus 78,5 Grad Celsius verwendet wird.

Aufgrund einer erneuten Sichtung nach der Trockeneisreinigung wird der Umfang der Restaurierung festgelegt. Dabei werden auf jeden Fall die wichtigen Fahrwerks- und Bremskomponenten überholt und erneuert. Soweit erforderlich, muss der Sportwagen auch neu lackiert werden. In diesem Fall werden das komplette Interieur, Dachhauben und Scheiben entfernt und eingelagert. Anschließend geht es zur Lackiererei. Zeitgleich werden die Polster und Seitenverkleidungen sowie ein mögliches Stoffdach beim Cabrio einer Sattlerei zugeführt. Auch der Motor und das Getriebe erfährt eine Überholung. Hierbei handelt es sich immer um eine umfassende und sehr detaillierte Revision. Nachdem in den einzelnen Werken die Komponenten überholt und erneuert worden sind, erfolgt anschließend der Zusammenbau. Dabei wird das Fahrzeug auch komplett neu vermessen und eine ausführliche Qualitäts- und Funktionsprüfung vorgenommen. Nach einer Probefahrt geht es zur Abnahme der Hauptuntersuchung. Kurz vor der Auslieferung erfolgt nochmals eine Übergabe-Inspektion, so dass der Kunde sich nun auf seinen schönen Porsche 964 freuen kann.

Bei gebrauchten 964er ist immer etwas zu tun

Gerade bei den Sportwagen der Kategorie 2 ist automatisch immer ein Restaurationsaufwand vonnöten. Man darf nicht davon ausgehen, einfach einen Gebrauchten zu kaufen und dann unbesorgt losfahren zu können. Je schneller mögliche Schäden entdeckt werden, desto wertbeständiger bleibt das Fahrzeug. Übrigens gibt es bei Manufaktur 964 auch eine rollende Restauration. Dies bedeutet, dass im ersten Schritt die technischen Mängel behoben werden und zu einem späteren Zeitpunkt dann die restlichen zumeist optischen Schäden. Hierzu gehören zum Beispiel Innenarbeiten oder die Beseitigung von Lackschäden.

Manufaktur 964 setzt sich für hohe Qualitätsmaßstäbe ein

Wir von Manufaktur 964 übernehmen selbst die komplette Überarbeitung der Technik und sorgen mit unserem hohen Qualitätsstandard dafür, dass ein 964er Porsche uneingeschränkt gefahren werden kann. Diesbezüglich werden nur hochwertige und originale Bauteile verwendet, die genau auf das Fahrzeug abgestimmt sind. Zudem gewährleisten wir eine 24monatige Garantie.

Teil 1: Die etwas andere Porsche 964 Kaufberatung der Manufaktur 964.
Teil 2: Worauf Sie beim Motor eines Porsche 964 achten müssen.

Geschrieben am 31.08.2015

Tags: kaufberatung